Zertifikatslehrgang · Kinderschutz
Elterngespräch im Kinderschutz
Elterngespräch im Kinderschutz: Fortbildung für pädagogische Fachkräfte
Ein Elterngespräch im Kinderschutz gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben pädagogischer Fachkräfte. Bestehen Anhaltspunkte für eine mögliche Kindeswohlgefährdung oder müssen sensible Beobachtungen gegenüber Eltern beziehungsweise Personensorgeberechtigten angesprochen werden, braucht es eine sorgfältige Vorbereitung, eine klare Haltung und eine wertschätzende, zugleich professionelle Kommunikation. Die Fortbildung „Elterngespräche im Kinderschutz nach §§ 8a, 8b SGB VIII und § 4 KKG“ vermittelt Grundlagen für die Planung und Durchführung solcher Gespräche und gibt praxisnahe Impulse für herausfordernde Situationen. Ziel ist es, Sicherheit in der Gesprächsführung zu gewinnen und Gespräche konstruktiv sowie kindeswohlorientiert zu gestalten.
Was ist wichtig bei Elterngesprächen im Kinderschutz?
Ein Elterngespräch im Kinderschutz sollte gut vorbereitet sein. Fachkräfte müssen sich darüber klar werden, welche Beobachtungen sie ansprechen möchten, welches Ziel das Gespräch verfolgt und welches Gesprächssetting sich für die jeweilige Situation eignet. Gerade im Kontext des Kinderschutzes ist es wichtig, sowohl die Zusammenarbeit mit Eltern als auch das Wohl des Kindes im Blick zu behalten.
Eine zentrale Rolle spielt dabei die professionelle Haltung. Auch wenn sensible Themen oder Anhaltspunkte für eine mögliche Kindeswohlgefährdung angesprochen werden, sollte die Kommunikation wertschätzend, klar und nachvollziehbar bleiben. Das gilt beispielsweise auch dann, wenn Beobachtungen auf eine mögliche Vernachlässigung oder eine andere Form der Gefährdung hindeuten. Gleichzeitig müssen Fachkräfte ihren Schutzauftrag kennen und in der Gesprächsführung berücksichtigen.
Die Fortbildung setzt genau hier an: Sie vermittelt mögliche Gesprächsabläufe, hilfreiche Formulierungen und Strategien für den Umgang mit Widerständen und schwierigen Gesprächsdynamiken. Von der Eröffnung über den eigentlichen Austausch bis zum Abschluss erhalten die Teilnehmer:innen Orientierung für einen professionellen Gesprächsverlauf.
Mehr Sicherheit für das Elterngespräch im Kinderschutz gewinnen
Die Teilnehmer:innen lernen, Gespräche mit Personensorgeberechtigten strukturiert vorzubereiten, professionell zu führen und anschließend zu reflektieren. Dabei geht es nicht nur darum, einen geeigneten Gesprächsablauf kennenzulernen. Ebenso wichtig sind die eigene Haltung, die bewusste Wortwahl und der Umgang mit herausfordernden Reaktionen.
Ein wichtiger Impuls der Fortbildung besteht darin, schwierige Gesprächssituationen nicht ausschließlich spontan bewältigen zu müssen. Durch die Auseinandersetzung mit Gesprächsführung, Gesprächsdynamiken und geeigneten Formulierungen können Fachkräfte ihr Vorgehen im Vorfeld besser strukturieren und im Gespräch sicherer agieren. Dazu gehören die Dokumentation, die Reflexion des Gesprächs und die Planung weiterer Schritte.
Die Fortbildung ergänzt weitere Fortbildungen von inmotion rund um den Kinderschutz. Wer unabhängig von einer konkreten Gefährdungssituation professionell Elterngespräche führen möchte, kann das Thema zudem in einer allgemeiner ausgerichteten Fortbildung zur Gesprächsführung mit Personensorgeberechtigten vertiefen.
Für wen eignet sich die Fortbildung zu Elterngesprächen im Kinderschutz?
Die Fortbildung richtet sich an pädagogische Fachkräfte, die im beruflichen Alltag Gespräche mit Eltern oder anderen Personensorgeberechtigten im Zusammenhang mit möglichen Kindeswohlgefährdungen führen. Sie eignet sich für Teilnehmer:innen, die ihre Gesprächsführung reflektieren, mehr Handlungssicherheit in herausfordernden Situationen gewinnen und ihre professionelle Haltung weiterentwickeln möchten.
Inhalte der Fortbildung zum Elterngespräch im Kinderschutz
Die Fortbildung verbindet theoretische Inputs mit Reflexionseinheiten und praktischen Übungen. Die Teilnehmer:innen beschäftigen sich insbesondere mit folgenden Themen:
- Vorbereitung und Gestaltung eines geeigneten Gesprächssettings
- mögliche Gesprächsabläufe im Kinderschutz – von der Gesprächseröffnung bis zum Abschluss
- Kommunikation in herausfordernden Situationen
- professionelle Haltung und hilfreiche Formulierungen
- Umgang mit Widerständen und schwierigen Gesprächsdynamiken
- Dokumentation und Reflexion nach dem Gespräch
- Planung weiterer Schritte
Die Schulung umfasst theoretische Inputs, Reflexionseinheiten in Einzel-, Klein- und Großgruppen sowie praktische Übungen.
Die erfolgreiche Teilnahme wird bescheinigt.
Sichern Sie sich jetzt einen Platz und stärken Sie Ihre Handlungssicherheit für anspruchsvolle Elterngespräche im Kinderschutz. Es gelten unsere Teilnahme- und Rücktrittsbedingungen.
FAQ zur Fortbildung „Elterngespräche im Kinderschutz“
Was ist ein Elterngespräch bei Kindeswohlgefährdung?
Ein Elterngespräch bei einer möglichen Kindeswohlgefährdung dient dazu, relevante Beobachtungen oder sensible Themen mit Eltern beziehungsweise Personensorgeberechtigten professionell zu besprechen. Fachkräfte müssen solche Gespräche sorgfältig vorbereiten, einen geeigneten Rahmen schaffen und den Schutz des Kindes im Blick behalten. Hilfreich sind ein klarer Gesprächsablauf, eine professionelle Haltung und Formulierungen, die Beobachtungen nachvollziehbar vermitteln, ohne das Gespräch unnötig zu verschärfen.
Die Fortbildung vermittelt hierfür praxisnahe Anregungen für die Vorbereitung, mögliche Gesprächsabläufe und geeignete Kommunikationsstrategien.
Was ist wichtig bei Elterngesprächen im Kinderschutz?
Wichtig sind insbesondere eine gute Vorbereitung, ein passendes Gesprächssetting und Klarheit darüber, welche Beobachtungen angesprochen werden sollen. Gleichzeitig sollten Fachkräfte ihre eigene Haltung reflektieren und darauf achten, wertschätzend und professionell zu kommunizieren. Bei Widerständen oder schwierigen Gesprächsdynamiken hilft eine klare Struktur, um den Gesprächsfaden nicht zu verlieren und das Kindeswohl weiterhin in den Mittelpunkt zu stellen.
Nach dem Gespräch gehören auch Dokumentation, Reflexion und die Planung der nächsten Schritte zu einem professionellen Vorgehen.
Welche Beispiele gibt es für schwierige Elterngespräche?
Elterngespräche können beispielsweise dann besonders anspruchsvoll werden, wenn Anhaltspunkte für eine mögliche Kindeswohlgefährdung bestehen, sensible Beobachtungen angesprochen werden müssen oder Eltern mit Widerstand reagieren. Auch unterschiedliche Wahrnehmungen einer Situation, emotionale Reaktionen oder festgefahrene Gesprächsdynamiken können den Austausch erschweren.
Im Kinderschutz kann dies etwa Gespräche betreffen, in denen Fachkräfte Beobachtungen thematisieren müssen, die auf Vernachlässigung oder eine andere mögliche Gefährdung hindeuten. Die Fortbildung zeigt, wie Fachkräfte solche Gespräche mit einer klaren Haltung, geeigneten Formulierungen und einer strukturierten Gesprächsführung professionell gestalten können.
vor Ort
Auf einen Blick
Termine
17.02.2027 von 9 bis 17 Uhr – Anmeldeschluss: 03.02.2027
21.09.2027 von 9 bis 17 Uhr – Anmeldeschluss: 06.09.2027
Uhrzeit
jeweils 09:00 – 17:00 Uhr
Ort
inmotion Beratung
Löwengasse 27 B
60385 Frankfurt
Seminarleitung
Swetlana Kuntz
Kosten
175,00 € p. P.
Mit der Anmeldung gelten unsere Teilnahme- & Rücktrittsbedingungen (AGB).
Zertifiziert durch Weiterbildung Hessen · Akkreditiert bei der Hessischen Lehrkräfteakademie (Nr. 0261778501). Materialien, Snacks und Getränke werden bereitgestellt.




