Zertifikatslehrgang · Kinderschutz

Farsta-Methode

Fortbildung Farsta-Methode: Mobbing klar und konsequent begegnen

Wenn sich Mobbing verfestigt, brauchen pädagogische Fachkräfte Handlungssicherheit und ein klares Vorgehen. Die Farsta-Methode setzt genau hier an: Sie ist eine konfrontative Form der Mobbingintervention, mit der akute Vorfälle beendet und eindeutige Grenzen gezogen werden sollen. In der Fortbildung lernen Sie, wie Sie einen Mobbingfall strukturiert bearbeiten, Gespräche vorbereiten und die Methode sicher im schulischen Alltag einsetzen. Als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe verbindet inmotion dabei fundiertes Fachwissen mit praxisnahen Übungen.

Was ist die Farsta-Methode?

Die Farsta-Methode ist eine konfrontative Methode zur Intervention bei Mobbing. Ihr Ziel besteht darin, einen akuten Mobbingprozess zu stoppen und deutlich zu machen, dass entsprechendes Verhalten nicht geduldet wird. Nach einem ersten Gespräch mit der betroffenen Person werden die Hintergründe sorgfältig geklärt. Anschließend konfrontieren die verantwortlichen Fachkräfte die beteiligten Akteur:innen mit ihrem Verhalten.

Dabei geht es nicht um eine offene Diskussion zwischen Betroffenen und den Akteur:innen, sondern um klare Grenzsetzung. Die beteiligten Personen sollen ihre Handlungen einstellen und vereinbarte Regeln einhalten. Geschieht dies nicht, können entsprechende Konsequenzen folgen.

Was Sie in der Fortbildung lernen

Sie beschäftigen sich mit den Grundlagen von Farsta-Methode und lernen, die Intervention Schritt für Schritt umzusetzen. Dazu gehört die Vorbereitung der Gespräche, das Gespräch mit der betroffenen Person und die Konfrontation der beteiligten Akteur:innen.

Praktische Übungen und Rollenspiele helfen Ihnen, die erforderliche Gesprächsführung zu trainieren. Auch die Gestaltung des Elterngesprächs gehört zu den Inhalten der Fortbildung. Darüber hinaus reflektieren Sie die Umsetzung an Ihrer Schule und setzen sich mit den Grenzen der Methode auseinander. Damit berührt die Fortbildung zugleich Fragen des professionellen Kinderschutzes, wenn Mobbing und mögliche Gefährdungen fachlich eingeordnet werden müssen.

Für wen eignet sich die Fortbildung zur Farsta-Methode?

Die Fortbildung richtet sich an pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte, die ihre Handlungsmöglichkeiten bei Mobbing mit der Farsta-Methode erweitern möchten. Besonders geeignet ist sie für Teilnehmer:innen, die bereits Erfahrungen in der Gesprächsführung besitzen und eine konsequente Intervention bei akuten Fällen kennenlernen möchten.

Kenntnisse des No Blame Approach sind hilfreich, aber keine Voraussetzung. Sichern Sie sich Ihren Platz und erweitern Sie Ihr Repertoire für Intervention und Prävention.

Teilnahmevoraussetzungen

  • Grundlegende Gesprächsführungskompetenz
  • Bereitschaft zu praktischen Übungen und Rollenspielen
  • Kenntnisse des No Blame Approach sind hilfreich, aber nicht erforderlich

Inhalte der Fortbildung zur Farsta-Methode

Die Fortbildung verbindet theoretische Impulse mit praktischen Übungen und Rollenspielen.

  • Grundlagen zu Cybermobbing und Mobbing
  • Kennenlernen der Farsta-Intervention
  • Training der einzelnen Interventionsschritte
  • Gespräch mit der betroffenen Person
  • Gespräch mit den beteiligten Akteur:innen
  • Elterngespräche
  • Reflexion der Methode und Umsetzung an der Schule
  • Möglichkeiten für ein Nachgespräch

Die erfolgreiche Teilnahme wird bescheinigt.

Jetzt Platz sichern. Sichern Sie sich einen Platz in der Fortbildung Farsta-Methode und erweitern Sie Ihre Beratungskompetenz im professionellen Kinderschutz. Es gelten unsere Teilnahme- und Rücktrittsbedingungen.

FAQ zur Farsta-Methode

Was ist die Farsta-Methode?

Die Farsta-Methode ist eine konfrontative Mobbingintervention. Sie soll akute Mobbinghandlungen beenden, klare Grenzen setzen und deutlich machen, dass entsprechende Verhaltensweisen nicht akzeptiert werden.

Wie läuft die Farsta-Methode genau ab?

Zunächst spricht die verantwortliche Fachkraft mit der betroffenen Person und klärt die Hintergründe. Danach werden die beteiligten Akteur:innen einzeln mit ihrem Verhalten konfrontiert und intensiv befragt. Ziel ist eine verbindliche Verhaltensänderung.

Was ist der Unterschied zwischen der Farsta-Methode und dem No Blame Approach?

Die Farsta-Methode setzt bewusst auf Konfrontation und klare Grenzsetzung. Der No Blame Approach verzichtet dagegen auf Schuldzuweisungen und arbeitet stärker lösungsorientiert mit gemeinsamer Verantwortungsübernahme. Welche Vorgehensweise passt, hängt von der jeweiligen Situation und der fachlichen Einschätzung ab.

Wann sollte die Farsta-Methode eingesetzt werden?

Die Fortbildungsbroschüre beschreibt sie ausdrücklich als Intervention für akute Mobbing-Fälle. Welche Vorgehensweise im Einzelfall geeignet ist, erfordert eine fachliche Einschätzung. Auch schulinterne Abläufe oder Vorgaben der Schulaufsicht können dabei eine Rolle spielen. Besteht darüber hinaus Unterstützungsbedarf im gesamten Familiensystem, können ergänzende Angebote wie eine Familienberatung relevant sein; sie sind jedoch nicht Bestandteil dieser Fortbildung.

Welche Vor- und Nachteile hat die Farsta-Methode?

Ein Vorteil liegt in der klaren Haltung: Grenzen und Konsequenzen werden deutlich benannt. Gleichzeitig verlangt das konfrontative Vorgehen eine sichere Gesprächsführung. Fachkräfte sollten daher gut einschätzen können, wie sie Gespräche strukturiert, professionell und verantwortungsvoll führen.

 vor Ort

Auf einen Blick

Termine

07.06.2027

Uhrzeit

jeweils 09:00 – 17:00 Uhr

Ort

inmotion Beratung
Löwengasse 27 B
60385 Frankfurt

Seminarleitung

Swetlana Kuntz

Kosten

175,00 € p. P.

R

Anmeldeschluss

24.05.2027

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