Zertifikatslehrgang · Kinderschutz
No Blame Approach
Fortbildung No Blame Approach: Mobbing erkennen und wirksam intervenieren
Mobbing in der Schule belastet nicht nur das betroffene Kind. Auch Mitschüler:innen, Eltern, Lehrkräfte und weitere Akteur:innen geraten unter Druck. Zugleich ist die Grenze zwischen Streit, Außenseitertum und einem verfestigten Mobbingprozess oft schwer zu erkennen. Die No Blame Approach Fortbildung unterstützt Sie dabei, Situationen sicherer einzuschätzen und angemessen zu handeln. Im Mittelpunkt steht eine lösungsorientierte Intervention ohne Schuldzuweisungen. Als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe verbindet inmotion in dieser Fortbildung fundiertes Fachwissen mit praxisnahen Übungen für den pädagogischen Berufsalltag.
Was ist der No Blame Approach?
Der No Blame Approach ist eine lösungsorientierte Methode zur Intervention bei Mobbing. Der aus England stammende Ansatz verzichtet bewusst auf Schuldzuweisungen und richtet den Blick stattdessen auf konkrete Veränderungen innerhalb der Gruppe. Lehrkräfte oder pädagogische Fachkräfte führen zunächst ein Gespräch mit dem betroffenen Kind. Anschließend beziehen sie ausgewählte Schüler:innen in eine Unterstützergruppe ein. Gemeinsam entwickelt die Gruppe Ideen, wie sie die Situation verbessern und das Mobbing beenden kann. Nach einer vereinbarten Zeit folgt ein Nachgespräch, in dem die verantwortliche Lehrperson die Entwicklung überprüft. Ziel der Vorgehensweise ist es, Verantwortung zu fördern, ohne einzelne Akteur:innen zu beschämen oder durch Konfrontation weitere Abwehr auszulösen.
Was Sie in der Fortbildung lernen
Sie beschäftigen sich mit der Bedeutung von Mobbing und Cybermobbing in der Schulpraxis und lernen typische Rollen in Mobbingprozessen kennen. Anschließend erarbeiten Sie die Vorgehensweise des No Blame Approach: vom Gespräch mit der betroffenen Person über die Bildung einer Unterstützergruppe bis zum Nachgespräch.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Gesprächsführung. Sie trainieren, wie eine Lehrperson wertschätzend, klar und lösungsorientiert kommuniziert. Die mediative Grundhaltung hilft, Eskalationen zu vermeiden und die Beteiligten zu konkreter Unterstützung zu bewegen. So entsteht eine Unterstützungsgruppe, die Verantwortung übernimmt, ohne einzelne Schüler:innen öffentlich zu beschuldigen.
Für wen eignet sich die No Blame Approach Fortbildung?
Die Tagesfortbildung richtet sich an Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, Schulpsychologen und weitere Fachpersonen im schulischen Umfeld. Sie lernen die No Blame Approach Methode theoretisch kennen und erproben sie in praktischen Situationen. Die einzelnen Schritte können anschließend wie ein Praxishandbuch für Ihren Berufsalltag dienen. Sichern Sie sich Ihren Platz und erweitern Sie Ihre Handlungssicherheit.
Teilnahmevoraussetzungen
- Erfahrung mit Gesprächsführung, etwa aktivem Zuhören
- Vertrautheit mit einer mediativen Grundhaltung
- Bereitschaft zu Reflexion und praktischen Übungen
Inhalte der Fortbildung zum No Blame Approach
Der Workshop verbindet theoretische Inputs, Reflexion in Einzel-, Klein- und Großgruppen sowie praktische Übungen.
- Bedeutung von Mobbing und Cybermobbing in der Schulpraxis
- Dynamik und Rollen in Mobbingstrukturen
- Meditative Grundhaltung und Gesprächsführung
- Ablauf und Wirksamkeit des No Blame Approach
- Bildung und Begleitung einer Unterstützergruppe
- Elterngespräche bei Mobbing
- Grenzen der Intervention und weitere Handlungsoptionen
- Einordnung der No Blame Approach Kritik
Die erfolgreiche Teilnahme wird bescheinigt.
Jetzt Platz sichern. Sichern Sie sich einen Platz in der Fortbildung „No Blame Approach“ und erweitern Sie Ihre Beratungskompetenz im professionellen Kinderschutz. Es gelten unsere Teilnahme- und Rücktrittsbedingungen.
FAQ zum No Blame Approach
Was ist die Farsta-Methode?
Die Farsta-Methode ist ein weiterer Ansatz zur Mobbingintervention. Anders als der No Blame Approach arbeitet sie stärker mit der Konfrontation mutmaßlich verantwortlicher Personen. Welche Methode geeignet ist, hängt von der Situation und der fachlichen Einschätzung ab.
Was ist eine No Blame Culture?
Warum wird der No Blame Approach kritisiert?
Kritiker:innen befürchten, dass Verantwortlichkeiten durch den Verzicht auf direkte Schuldzuweisung unklar bleiben oder Betroffene sich nicht ausreichend geschützt fühlen. Deshalb braucht es eine sorgfältige Einschätzung, verlässliche Nachgespräche und klare Grenzen. Bei Gewalt, strafrechtlich relevanten Vorfällen oder akuter Gefährdung reicht der Ansatz allein nicht aus.
vor Ort
Auf einen Blick
Termine
08.02.2027 von 9 bis 17 Uhr – Anmeldeschluss: 25.01.2027
14.09.2027 von 9 bis 17 Uhr – Anmeldeschluss: 31.08.2027
Uhrzeit
jeweils 09:00 – 17:00 Uhr
Ort
inmotion Beratung
Löwengasse 27 B
60385 Frankfurt
Seminarleitung
Swetlana Kuntz
Kosten
175,00 € p. P.
Mit der Anmeldung gelten unsere Teilnahme- & Rücktrittsbedingungen (AGB).
Zertifiziert durch Weiterbildung Hessen · Akkreditiert bei der Hessischen Lehrkräfteakademie (Nr. 0251579902). Materialien, Snacks und Getränke werden bereitgestellt.




